<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Berlins Gretchenfrage: ProReli oder ProEthik?</title>
	<atom:link href="http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/</link>
	<description>Die Bildungsbloggerin über Literatur, Geschichte, Pädagogik und Schule 2.0</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Jan 2012 10:53:13 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<item>
		<title>Von: Johannes</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/comment-page-1/#comment-368</link>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2009 07:59:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literatenmelu.de/?p=719#comment-368</guid>
		<description>Hallo zusammen!

Die Wahl ist ja nun vorbei und genauso ausgegangen wie ich es (oben) prognostiziert habe. In Westberlin haben die meisten dafür und im größeren Ostberlin die meisten dagegen gestimmt.:-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo zusammen!</p>
<p>Die Wahl ist ja nun vorbei und genauso ausgegangen wie ich es (oben) prognostiziert habe. In Westberlin haben die meisten dafür und im größeren Ostberlin die meisten dagegen gestimmt.:-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Weber</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/comment-page-1/#comment-367</link>
		<dc:creator>Christian Weber</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 06:44:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literatenmelu.de/?p=719#comment-367</guid>
		<description>Die Abstimmung war ja nun sehr eindeutig dagegen. Ich finde es bedenklich, die Religion zur &quot;Privatsache&quot; zu erklären. Ich denke jeder sollte verpflichtet sein, sich mit den Religionen auseinander setzten zu müssen, und das eher informativ als verherrlichend. Auf welchem Weg auch immer das zu realisieren ist. Denn nur so erreichen wir Toleranz, Verständnis und vor allem Respekt vor dem &quot;Fremden&quot;.

Gruß
Christian</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Abstimmung war ja nun sehr eindeutig dagegen. Ich finde es bedenklich, die Religion zur &#8220;Privatsache&#8221; zu erklären. Ich denke jeder sollte verpflichtet sein, sich mit den Religionen auseinander setzten zu müssen, und das eher informativ als verherrlichend. Auf welchem Weg auch immer das zu realisieren ist. Denn nur so erreichen wir Toleranz, Verständnis und vor allem Respekt vor dem &#8220;Fremden&#8221;.</p>
<p>Gruß<br />
Christian</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sebastian</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/comment-page-1/#comment-366</link>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 11:59:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literatenmelu.de/?p=719#comment-366</guid>
		<description>Hi!

Also ich werde gegen die Gesetzesinitiative stimmen. Ein Wahlpflichtfach Ethik/Religion, das kommt für mich nicht in Frage. Ich plädiere für einen laizistischen Zugriff, d.h. - für mich -, dass es nicht Aufgabe der Schule bzw. des Staates sein sollte, einen Religionsunterricht zu organisieren. Religion ist für mich eine reine Privatsache. Die Schüler, die einen Religionsunterricht besuchen wollen - oder soll ich vielmehr sagen, die Schüler, die das von ihren Eltern aufgedrückt bekommen -, können gerne einen Religionsunterricht besuchen, aber dann eben bitte als zusätzliches Fach.

Des Weiteren denke ich, dass die Möglichkeit eines Wahlpflichfaches Religion brisant ist in Anbetracht des Profils der &quot;Berliner Schule&quot;. Ich mache mir ernsthaft Sorgen um die Integration von Schülern deutscher und nicht deutscher Herkunft. Ein gemeinsamer Unterricht in Form des Faches Ethik erachte ich als sinnvoll... eine Separierung der Schülerschaft in Ethik bzw. Religion kann Tendenzen und Differenzen zwischen den Schülern erzeugen und verstärken, die latent gegeben sind. Zu diesen Diskrepanzen sollte die Schule mit der Möglichkeit des Faches Religion nicht noch zusätzlich &quot;Öl ins Feuer schütten&quot;.

Ich bin selber Lehramtsstudent und auch in der christlichen Kirche aktiv. Während meines Studiums und speziell meiner Praktika in der Schule habe ich sehr negative Erfahrungen gemacht mit dem freiwilligen zusätzlichen Religionsunterricht. Da gibt es sehr viele verborgene und aber auch offene Spannungen zwischen den Mitgliedern religiöser Gemeinschaften. Das sollte die Schule mit einem Wahlpflichtfach auch nicht weiter verschärfend unterstützen...

In letzter Zeit habe ich mich sehr viel mit dem Koran beschäftigt. Das ist jetzt vielleicht nicht das Argument non plus ultra, aber speziell die fünfte Sura im Koran finde ich sehr bedenklich - natürlich ist die Bibel sowie auch das Alte Testament als ein Teil dessen nicht ganz frei von radikalem Potential.
Das Problem ist doch, dass jede große monotheistische Religion einen Absolutheitsanspruch vertritt. Ich kann es mir nicht vorstellen, wie man angesichts dieser Tatsache (ich wiederhole mich: siehe 5. Sura) ein tolerantes Religionsbild vermitteln will - also auch im Hinblick auf andere Religionen.

Abschließend: Ich bin für einen gemeinsamen Unterricht der Schüler, nicht für eine Separierung.
Was darüber hinaus stattfindet, das sollte freiwillig und zusätzlich sein.

Gruß</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi!</p>
<p>Also ich werde gegen die Gesetzesinitiative stimmen. Ein Wahlpflichtfach Ethik/Religion, das kommt für mich nicht in Frage. Ich plädiere für einen laizistischen Zugriff, d.h. &#8211; für mich -, dass es nicht Aufgabe der Schule bzw. des Staates sein sollte, einen Religionsunterricht zu organisieren. Religion ist für mich eine reine Privatsache. Die Schüler, die einen Religionsunterricht besuchen wollen &#8211; oder soll ich vielmehr sagen, die Schüler, die das von ihren Eltern aufgedrückt bekommen -, können gerne einen Religionsunterricht besuchen, aber dann eben bitte als zusätzliches Fach.</p>
<p>Des Weiteren denke ich, dass die Möglichkeit eines Wahlpflichfaches Religion brisant ist in Anbetracht des Profils der &#8220;Berliner Schule&#8221;. Ich mache mir ernsthaft Sorgen um die Integration von Schülern deutscher und nicht deutscher Herkunft. Ein gemeinsamer Unterricht in Form des Faches Ethik erachte ich als sinnvoll&#8230; eine Separierung der Schülerschaft in Ethik bzw. Religion kann Tendenzen und Differenzen zwischen den Schülern erzeugen und verstärken, die latent gegeben sind. Zu diesen Diskrepanzen sollte die Schule mit der Möglichkeit des Faches Religion nicht noch zusätzlich &#8220;Öl ins Feuer schütten&#8221;.</p>
<p>Ich bin selber Lehramtsstudent und auch in der christlichen Kirche aktiv. Während meines Studiums und speziell meiner Praktika in der Schule habe ich sehr negative Erfahrungen gemacht mit dem freiwilligen zusätzlichen Religionsunterricht. Da gibt es sehr viele verborgene und aber auch offene Spannungen zwischen den Mitgliedern religiöser Gemeinschaften. Das sollte die Schule mit einem Wahlpflichtfach auch nicht weiter verschärfend unterstützen&#8230;</p>
<p>In letzter Zeit habe ich mich sehr viel mit dem Koran beschäftigt. Das ist jetzt vielleicht nicht das Argument non plus ultra, aber speziell die fünfte Sura im Koran finde ich sehr bedenklich &#8211; natürlich ist die Bibel sowie auch das Alte Testament als ein Teil dessen nicht ganz frei von radikalem Potential.<br />
Das Problem ist doch, dass jede große monotheistische Religion einen Absolutheitsanspruch vertritt. Ich kann es mir nicht vorstellen, wie man angesichts dieser Tatsache (ich wiederhole mich: siehe 5. Sura) ein tolerantes Religionsbild vermitteln will &#8211; also auch im Hinblick auf andere Religionen.</p>
<p>Abschließend: Ich bin für einen gemeinsamen Unterricht der Schüler, nicht für eine Separierung.<br />
Was darüber hinaus stattfindet, das sollte freiwillig und zusätzlich sein.</p>
<p>Gruß</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Alexander Rausch</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/comment-page-1/#comment-365</link>
		<dc:creator>Alexander Rausch</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 10:54:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literatenmelu.de/?p=719#comment-365</guid>
		<description>Weder Ethik, noch Religion! Wie schon geschrieben kann alles ethische wunderbar in JEDER Schulstunde des Tages (vor) gelebt und weiter gegeben werden, sollte es auch! Sonst ist es so wie mit der Beichte: Sonntags beichten und alles wird vergeben... Ethik als Alibi... künstlich als Fach integriert, warum? Ethik in den Schulen gelebt - da kann etwas gelernt werden. Bei Schülern und Lehrern ;-)

Religionen sind wichtig bzw. ist es wichtig die geschichtlichen und kulturellen Zusammenhänge zu verstehen - das Hamburger- Modell klingt für mich überzeugend. Genauso gut kann es in Geschichte stattfinden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Weder Ethik, noch Religion! Wie schon geschrieben kann alles ethische wunderbar in JEDER Schulstunde des Tages (vor) gelebt und weiter gegeben werden, sollte es auch! Sonst ist es so wie mit der Beichte: Sonntags beichten und alles wird vergeben&#8230; Ethik als Alibi&#8230; künstlich als Fach integriert, warum? Ethik in den Schulen gelebt &#8211; da kann etwas gelernt werden. Bei Schülern und Lehrern <img src='http://www.literatenmelu.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Religionen sind wichtig bzw. ist es wichtig die geschichtlichen und kulturellen Zusammenhänge zu verstehen &#8211; das Hamburger- Modell klingt für mich überzeugend. Genauso gut kann es in Geschichte stattfinden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Melanie Gottschalk</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/comment-page-1/#comment-364</link>
		<dc:creator>Melanie Gottschalk</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 10:47:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literatenmelu.de/?p=719#comment-364</guid>
		<description>Hallo Melanie,

da ich keine Ahnung habe von den religiösen Strukturen in Berlin, kann ich nur hoffen, dass ProEthik sich durchsetzt. Meine Erfahrungen sind vielfältig, da ich in drei verschiedenen Bundesländern zur Schule gegangen bin. Schleswig-Holstein: Pflichtfach Note 5. Warum? Weil ich dort in Strukturen gepresst wurde, in die ich nicht rein gehörte.
Hamburg: Pflichtfach Note 5. Gleiches Bild. Nrw: Ethik, Note 2. Warum? Weil es gilt die komplexen religiösen Systeme zu verstehen, zu hinterfragen und zu beleuchten - ob ich mich für oder gegen eine Religion entscheide, blieb mir immer freigestellt.

Liebe Grüße, Mel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Melanie,</p>
<p>da ich keine Ahnung habe von den religiösen Strukturen in Berlin, kann ich nur hoffen, dass ProEthik sich durchsetzt. Meine Erfahrungen sind vielfältig, da ich in drei verschiedenen Bundesländern zur Schule gegangen bin. Schleswig-Holstein: Pflichtfach Note 5. Warum? Weil ich dort in Strukturen gepresst wurde, in die ich nicht rein gehörte.<br />
Hamburg: Pflichtfach Note 5. Gleiches Bild. Nrw: Ethik, Note 2. Warum? Weil es gilt die komplexen religiösen Systeme zu verstehen, zu hinterfragen und zu beleuchten &#8211; ob ich mich für oder gegen eine Religion entscheide, blieb mir immer freigestellt.</p>
<p>Liebe Grüße, Mel</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hanna Jurke</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/comment-page-1/#comment-363</link>
		<dc:creator>Hanna Jurke</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 10:44:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literatenmelu.de/?p=719#comment-363</guid>
		<description>Ich habe das Ganze gewissenhaft verfolgt, da meine Tochter gerade in der 7.Klasse ist.
Sie sagt Mama stimme bitte mit nein ,ich will das es so bleibt ,wie es jetzt ist.
Ich finde in einer Stadt wie Berlin, wo so viele unterschiedliche Religionen zusammenleben und lernen,ist es wichtig  eine gemeinsame Basis zu schaffen.
Deshalb ist auch für mich klar, das die Lernenden aller Religionen gemeinsam im Ethikunterricht unterichtet werden sollen. Wenn alle das Gleiche lernen,so werden sich am Ende alle besser verstehen und können so auch besser zusammenleben.
Die jeweilige Religion ist Privatsache und gehört in die Freizeit,jeder kann sie dort Ausüben oder Pflegen wie er will.
Ich bin für ProEthik und meine Stimme am Sonntag ist &quot;nein&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe das Ganze gewissenhaft verfolgt, da meine Tochter gerade in der 7.Klasse ist.<br />
Sie sagt Mama stimme bitte mit nein ,ich will das es so bleibt ,wie es jetzt ist.<br />
Ich finde in einer Stadt wie Berlin, wo so viele unterschiedliche Religionen zusammenleben und lernen,ist es wichtig  eine gemeinsame Basis zu schaffen.<br />
Deshalb ist auch für mich klar, das die Lernenden aller Religionen gemeinsam im Ethikunterricht unterichtet werden sollen. Wenn alle das Gleiche lernen,so werden sich am Ende alle besser verstehen und können so auch besser zusammenleben.<br />
Die jeweilige Religion ist Privatsache und gehört in die Freizeit,jeder kann sie dort Ausüben oder Pflegen wie er will.<br />
Ich bin für ProEthik und meine Stimme am Sonntag ist &#8220;nein&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: becker</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/comment-page-1/#comment-362</link>
		<dc:creator>becker</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 09:49:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literatenmelu.de/?p=719#comment-362</guid>
		<description>Alex hat einen vorzüglichen Kommentar verfasst. Einige Anmerkungen: Mit &quot;Nein&quot; stimmen ist die richtige Antwort auf Bestrebungen in die Zeit vor der Einführung des preußischen Toleranzprinzips zurückzukehren.

Erinnern sollten wir auch an die Tatsache, dass von Deutschland verursachte Weltkriege von Soldaten geführt wurden auf deren Koppelschlössern &quot;Gott mit uns&quot; zu lesen war.

Dringend erforderlich ist es, Verständnis für unterschiedliche religiöse Systeme zu wecken, ihre Leistungen und Werte, aber auch die Gründe für das Versagen darzulegen.

Historische Ursachen und Inhalte philosophischer Systeme sollten im Fach Ethik vermittelt und deren humanistische Werte erörtert werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Alex hat einen vorzüglichen Kommentar verfasst. Einige Anmerkungen: Mit &#8220;Nein&#8221; stimmen ist die richtige Antwort auf Bestrebungen in die Zeit vor der Einführung des preußischen Toleranzprinzips zurückzukehren.</p>
<p>Erinnern sollten wir auch an die Tatsache, dass von Deutschland verursachte Weltkriege von Soldaten geführt wurden auf deren Koppelschlössern &#8220;Gott mit uns&#8221; zu lesen war.</p>
<p>Dringend erforderlich ist es, Verständnis für unterschiedliche religiöse Systeme zu wecken, ihre Leistungen und Werte, aber auch die Gründe für das Versagen darzulegen.</p>
<p>Historische Ursachen und Inhalte philosophischer Systeme sollten im Fach Ethik vermittelt und deren humanistische Werte erörtert werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas Mauf</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/comment-page-1/#comment-361</link>
		<dc:creator>Andreas Mauf</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 08:04:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literatenmelu.de/?p=719#comment-361</guid>
		<description>Ich finde der Ethikunterricht sollte sogar in allen Bundesländern eingeführt werden. Die gemeinsame und objektive Bildung von Schülern und Schülerinnen ist doch grundlegende Aufgabe der Schulen. Vom Ethikunterricht erwarte ich, dass alle Religionen mit ihren Auswirkungen angesprochen und auch kritisch betrachtet werden. Die Schüler und Schülerinnen können sich auf dieser Grundlage doch ehr eine eigene Meinung bilden und sich dann gegebenenfalls bewusst für eine oder die Religion ihrer Eltern entscheiden. Bei einem Wahlpflichtfach Religion fürchte ich eine einseitge Färbung, wenn hier nur eine Religion gelehrt wird, was der Toleranz und dem Verständnis gegenüber anderen Menschen und Religionen in unserer zunehmend internationaler werdenden Welt hinderlich sein kann.
Das Werben von Prominenten in diesem Zusammenhang finde ich bedenklich. Leider wird hier offenbar bewusst mit Zweideutigkeiten geworben, was die Bevölkerung verwirrt. Zählen denn die eigentlichen Argumente nicht mehr? Gerade von einem Hr. Jauch, der als objektiver Journalist verstanden werden will, hätte ich das nicht erwartet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde der Ethikunterricht sollte sogar in allen Bundesländern eingeführt werden. Die gemeinsame und objektive Bildung von Schülern und Schülerinnen ist doch grundlegende Aufgabe der Schulen. Vom Ethikunterricht erwarte ich, dass alle Religionen mit ihren Auswirkungen angesprochen und auch kritisch betrachtet werden. Die Schüler und Schülerinnen können sich auf dieser Grundlage doch ehr eine eigene Meinung bilden und sich dann gegebenenfalls bewusst für eine oder die Religion ihrer Eltern entscheiden. Bei einem Wahlpflichtfach Religion fürchte ich eine einseitge Färbung, wenn hier nur eine Religion gelehrt wird, was der Toleranz und dem Verständnis gegenüber anderen Menschen und Religionen in unserer zunehmend internationaler werdenden Welt hinderlich sein kann.<br />
Das Werben von Prominenten in diesem Zusammenhang finde ich bedenklich. Leider wird hier offenbar bewusst mit Zweideutigkeiten geworben, was die Bevölkerung verwirrt. Zählen denn die eigentlichen Argumente nicht mehr? Gerade von einem Hr. Jauch, der als objektiver Journalist verstanden werden will, hätte ich das nicht erwartet.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tante Alex</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/comment-page-1/#comment-360</link>
		<dc:creator>Tante Alex</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 15:09:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literatenmelu.de/?p=719#comment-360</guid>
		<description>Glücklicherweise leben wir in einer säkularisierten Gesellschaft, andernfalls würde man mich wohl für den folgenden Kommentar verbrennen …haha!
Lieber Johannes, allein dass du es als „natürlich“ empfindest, Religionsunterricht gehabt zu haben, lässt mich mit dem Kopf schütteln… Die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft wurden bekanntlich fast ausschließlich GEGEN die Kirche erkämpft, mit viel Blut und Leid. Viele Menschen scheinen immer noch dem Fehlglauben aufzusitzen, unsere gesellschaftlich akzeptierten Werte seien ein Produkt vornehmlich christlicher Religion, was faktisch einfach falsch ist. Sowohl die Demokratie als Staatssystem, als auch die Menschenrechte mussten gegen das Ethik- und Wertmonopol der Kirchen erkämpft werden. Und das ist auch gut so!!! Dass man nach den Errungenschaften der Aufklärung überhaupt noch streiten/abstimmen muss ob Ethik oder Religion wählbar sein sollen ist ein wahrlicher Rückschritt!
Auch die Anspielung auf 40 Jahre Kommunismus ist völlig irrsinnig! Dir sollte bekannt sein, dass es höchst töricht ist, die Regierung eines Staates mit seinen Einwohnern gleichzusetzen. Wenn wir mal genau hinsehen, ist der Kommunismus (der ja bekanntlich gar keiner war) ja selbst eine Art Religion mit eigenen Schriften, „Heiligen“ und Wallfahrtsorten gewesen. Und selbst wenn wir das mal annehmen, ist es immer noch ein großer Fehler dies mit dem Großteil der Bevölkerung gleichzusetzen. Außerdem finde ich es weitaus erstrebenswerter jeder Art von Religion kritisch gegenüber zu stehen, so wie es vielleicht der Großteil der ostdeutschen Bevölkerung tut. Hier ist mir eine Orientierung an humanistischen und aufklärerischen Werten weitaus lieber als die an christlichen oder sonstigen Kirchen (NEIN, das ist keine Verteidigung des Kommunismus).
Natürlich bin ich als angehender Geschichtslehrer für die Beschäftigung mit Religionen und eine damit verbundene kritische Betrachtung selbiger, aber humanistische Ideale sind meiner Meinung nach weitaus höher zu halten, in jedem Fach (zumal dies auch unsere Verfassung fordert).
Weiterhin, wer wird Religion unterrichten? Wie sollen die Lehrer, die sich freiwillig in ihrem Glauben dazu verpflichten, Gott oder Allah oder sonstwen als EINZIGEN Gott anzusehen, objektiv die Ansichten anderer Religionen genauso engagiert vertreten, wie die ihrer eigenen? Meiner Meinung nach ist das ein theoretisches Wunschdenken. Und wenn ich entscheiden muss, ob ich mein Kind in die Hände dieser Leute geben kann oder nicht, stellt sich für mich die Frage eigentlich gar nicht. Religion ist Privatsache und hat in der Schule nichts zu suchen, jedenfalls nicht als eigenes Fach. Traurig genug, dass in einem säkularisierten Staat eine christliche Partei an der Regierung beteiligt ist…
Wenn ich die Werteerziehung meines Kindes in der Schule als eigenes Fach unterrichtet sehen möchte, gibt es für mich gar keine andere sinnvolle Möglichkeit, als den Ethik- und/oder Philosophieunterricht. Schließlich muss ich, um zu wissen, dass ich nicht stehlen oder töten darf, weder religiös sein, noch dies in der Schule in einem speziellen Religionsunterricht beigebracht bekommen.
Und nicht zu letzt bedeutet das politische Zugeständnis an die religiösen Lobbyisten eine planungstechnische Katastrophe für die meisten Schüler, es gibt ja nicht mal für die Pflichtfächer genug Lehrer. Sollte am Sonntag die Mehrheit der Berliner mit „ja“ stimmen, bringen sie die (meisten) Schulen in Teufels Küche, das sollte man vielleicht zumindest mal erwähnt haben…</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Glücklicherweise leben wir in einer säkularisierten Gesellschaft, andernfalls würde man mich wohl für den folgenden Kommentar verbrennen …haha!<br />
Lieber Johannes, allein dass du es als „natürlich“ empfindest, Religionsunterricht gehabt zu haben, lässt mich mit dem Kopf schütteln… Die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft wurden bekanntlich fast ausschließlich GEGEN die Kirche erkämpft, mit viel Blut und Leid. Viele Menschen scheinen immer noch dem Fehlglauben aufzusitzen, unsere gesellschaftlich akzeptierten Werte seien ein Produkt vornehmlich christlicher Religion, was faktisch einfach falsch ist. Sowohl die Demokratie als Staatssystem, als auch die Menschenrechte mussten gegen das Ethik- und Wertmonopol der Kirchen erkämpft werden. Und das ist auch gut so!!! Dass man nach den Errungenschaften der Aufklärung überhaupt noch streiten/abstimmen muss ob Ethik oder Religion wählbar sein sollen ist ein wahrlicher Rückschritt!<br />
Auch die Anspielung auf 40 Jahre Kommunismus ist völlig irrsinnig! Dir sollte bekannt sein, dass es höchst töricht ist, die Regierung eines Staates mit seinen Einwohnern gleichzusetzen. Wenn wir mal genau hinsehen, ist der Kommunismus (der ja bekanntlich gar keiner war) ja selbst eine Art Religion mit eigenen Schriften, „Heiligen“ und Wallfahrtsorten gewesen. Und selbst wenn wir das mal annehmen, ist es immer noch ein großer Fehler dies mit dem Großteil der Bevölkerung gleichzusetzen. Außerdem finde ich es weitaus erstrebenswerter jeder Art von Religion kritisch gegenüber zu stehen, so wie es vielleicht der Großteil der ostdeutschen Bevölkerung tut. Hier ist mir eine Orientierung an humanistischen und aufklärerischen Werten weitaus lieber als die an christlichen oder sonstigen Kirchen (NEIN, das ist keine Verteidigung des Kommunismus).<br />
Natürlich bin ich als angehender Geschichtslehrer für die Beschäftigung mit Religionen und eine damit verbundene kritische Betrachtung selbiger, aber humanistische Ideale sind meiner Meinung nach weitaus höher zu halten, in jedem Fach (zumal dies auch unsere Verfassung fordert).<br />
Weiterhin, wer wird Religion unterrichten? Wie sollen die Lehrer, die sich freiwillig in ihrem Glauben dazu verpflichten, Gott oder Allah oder sonstwen als EINZIGEN Gott anzusehen, objektiv die Ansichten anderer Religionen genauso engagiert vertreten, wie die ihrer eigenen? Meiner Meinung nach ist das ein theoretisches Wunschdenken. Und wenn ich entscheiden muss, ob ich mein Kind in die Hände dieser Leute geben kann oder nicht, stellt sich für mich die Frage eigentlich gar nicht. Religion ist Privatsache und hat in der Schule nichts zu suchen, jedenfalls nicht als eigenes Fach. Traurig genug, dass in einem säkularisierten Staat eine christliche Partei an der Regierung beteiligt ist…<br />
Wenn ich die Werteerziehung meines Kindes in der Schule als eigenes Fach unterrichtet sehen möchte, gibt es für mich gar keine andere sinnvolle Möglichkeit, als den Ethik- und/oder Philosophieunterricht. Schließlich muss ich, um zu wissen, dass ich nicht stehlen oder töten darf, weder religiös sein, noch dies in der Schule in einem speziellen Religionsunterricht beigebracht bekommen.<br />
Und nicht zu letzt bedeutet das politische Zugeständnis an die religiösen Lobbyisten eine planungstechnische Katastrophe für die meisten Schüler, es gibt ja nicht mal für die Pflichtfächer genug Lehrer. Sollte am Sonntag die Mehrheit der Berliner mit „ja“ stimmen, bringen sie die (meisten) Schulen in Teufels Küche, das sollte man vielleicht zumindest mal erwähnt haben…</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Benjamin</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/719/berlins-gretchenfrage-proreli-oder-proethik/comment-page-1/#comment-359</link>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 15:01:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literatenmelu.de/?p=719#comment-359</guid>
		<description>Mir fehlt grundsätzlich das Verständnis, warum der Staat für Religionsunterricht zuständig sein soll. Ich komme zwar aus Westberlin und hatte auch selbst Religionsunterricht, bin aber nicht getauft o. ä. Meiner Meinung nach sollte es bundesweit ein Pflichtfach Ethik geben, um die Religion ganz in den privaten Raum zu bekommen. In unseren heutigen aufgeklärten Zeiten und angesichts der strikten Trennung von Staat und Kirche in unserem Land kann ich keine Verantwortlichkeit des Staates für die Religion Einzelner erkennen. Natürlich müssen gewisse Werte vermittelt werden, und da ich von mir behaupte, eher recht als links von der Mitte zu stehen, ist mir das ein großes Anliegen. Aber genau dies geschieht eben im Ethikunterricht. Und es ist immens wichtig, dass alle Schüler der verschiedenen Religionen und Kulturkreise miteinander diese Erfahrung machen und nicht separiert und konfessionell  gebunden unterrichtet werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir fehlt grundsätzlich das Verständnis, warum der Staat für Religionsunterricht zuständig sein soll. Ich komme zwar aus Westberlin und hatte auch selbst Religionsunterricht, bin aber nicht getauft o. ä. Meiner Meinung nach sollte es bundesweit ein Pflichtfach Ethik geben, um die Religion ganz in den privaten Raum zu bekommen. In unseren heutigen aufgeklärten Zeiten und angesichts der strikten Trennung von Staat und Kirche in unserem Land kann ich keine Verantwortlichkeit des Staates für die Religion Einzelner erkennen. Natürlich müssen gewisse Werte vermittelt werden, und da ich von mir behaupte, eher recht als links von der Mitte zu stehen, ist mir das ein großes Anliegen. Aber genau dies geschieht eben im Ethikunterricht. Und es ist immens wichtig, dass alle Schüler der verschiedenen Religionen und Kulturkreise miteinander diese Erfahrung machen und nicht separiert und konfessionell  gebunden unterrichtet werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

