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	<title>Kommentare zu: Schon wieder eine Reform am falschen Ende</title>
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	<description>Die Bildungsbloggerin über Literatur, Geschichte, Pädagogik und Schule 2.0</description>
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		<title>Von: fdagner</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/803/schon-wieder-eine-reform-am-falschen-ende/comment-page-1/#comment-403</link>
		<dc:creator>fdagner</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 19:26:25 +0000</pubDate>
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		<description>(Folgende Meinung ist aus bayerischer Sicht)
Diese ideologischen Grabenkämpfe langweilen wirklich. Das Geld sollten sie lieber in materielle und personelle Ausrüstung (Gerätschaften, Lehrer, Schulpsychologen) stecken. Die Qualität des Unterrichts hängt doch sehr stark von Klassengröße und Rahmenbedingungen ab. Ob die Ausbildungsinhalte an den Unis schlechten Unterricht hervorrufen glaube ich nicht. Wenn, dann ist eher die Struktur der Lehrerausbildung zu reformieren. Das Referendariat ist doch nur ein einziges Schaulaufen und Profilieren. Manche moderne, gut gemeinte Theorie an der Uni lässt sich auch nicht so leicht in der Praxis durchführen. Gerade die Unis sind doch auf dem neuesten Stand - wer denn sonst? Und in Bayern müssen Lehrer schon eine gewisse Anzahl an Fortbildungen beiwohnen.

Ich halte es auch für sehr &quot;mutig&quot; gegen altgediente Lehrer, die ihren Dienst 20, 30 Jahre verrichtet haben zu schießen. Es gibt wohl genauso viel schlechte alte wie schlechte junge Lehrer und umgekehrt. Wobei ich hier die Einteilung in &quot;gut&quot; und &quot;schlecht&quot; für gräuslich halte. Die pädagogische Freiheit sollten jeden überlassen sein, und es gibt viele Lehrer die einen tollen, frontalen Unterricht machen.

So wie ich es mitbekommen habe, soll ja in Berlin innerhalb der Sekundarschule differenziert werden bzw. die Umsetzung den Schulen freigestellt werden. Da ich eher für eine Selbstverwaltung der Schulen, für schulische Vielfalt bin und jeder sich entsprechend seinen Fähigkeiten die Schule aussuchen dürfen sollte, finde ich das weniger dramatisch, aber wenig konsequent. Die große Mitte wird sich an den Sekundarschulen versuchen durchzuboxen, und die Gymnasiastenlobby wird in ihren gated communities ihren Elitestatus verteidigen wollen.
Ich bin für jeden Tag dankbar, an dem das vielseitige bayerische Schulsystem noch Bestand hat. Die neuen Mittelschulen (anstatt Hauptschulen) geben Hoffnung zum Anlass, dass dies noch einige Zeit so bleiben wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(Folgende Meinung ist aus bayerischer Sicht)<br />
Diese ideologischen Grabenkämpfe langweilen wirklich. Das Geld sollten sie lieber in materielle und personelle Ausrüstung (Gerätschaften, Lehrer, Schulpsychologen) stecken. Die Qualität des Unterrichts hängt doch sehr stark von Klassengröße und Rahmenbedingungen ab. Ob die Ausbildungsinhalte an den Unis schlechten Unterricht hervorrufen glaube ich nicht. Wenn, dann ist eher die Struktur der Lehrerausbildung zu reformieren. Das Referendariat ist doch nur ein einziges Schaulaufen und Profilieren. Manche moderne, gut gemeinte Theorie an der Uni lässt sich auch nicht so leicht in der Praxis durchführen. Gerade die Unis sind doch auf dem neuesten Stand &#8211; wer denn sonst? Und in Bayern müssen Lehrer schon eine gewisse Anzahl an Fortbildungen beiwohnen.</p>
<p>Ich halte es auch für sehr &#8220;mutig&#8221; gegen altgediente Lehrer, die ihren Dienst 20, 30 Jahre verrichtet haben zu schießen. Es gibt wohl genauso viel schlechte alte wie schlechte junge Lehrer und umgekehrt. Wobei ich hier die Einteilung in &#8220;gut&#8221; und &#8220;schlecht&#8221; für gräuslich halte. Die pädagogische Freiheit sollten jeden überlassen sein, und es gibt viele Lehrer die einen tollen, frontalen Unterricht machen.</p>
<p>So wie ich es mitbekommen habe, soll ja in Berlin innerhalb der Sekundarschule differenziert werden bzw. die Umsetzung den Schulen freigestellt werden. Da ich eher für eine Selbstverwaltung der Schulen, für schulische Vielfalt bin und jeder sich entsprechend seinen Fähigkeiten die Schule aussuchen dürfen sollte, finde ich das weniger dramatisch, aber wenig konsequent. Die große Mitte wird sich an den Sekundarschulen versuchen durchzuboxen, und die Gymnasiastenlobby wird in ihren gated communities ihren Elitestatus verteidigen wollen.<br />
Ich bin für jeden Tag dankbar, an dem das vielseitige bayerische Schulsystem noch Bestand hat. Die neuen Mittelschulen (anstatt Hauptschulen) geben Hoffnung zum Anlass, dass dies noch einige Zeit so bleiben wird.</p>
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		<title>Von: Matias</title>
		<link>http://www.literatenmelu.de/803/schon-wieder-eine-reform-am-falschen-ende/comment-page-1/#comment-402</link>
		<dc:creator>Matias</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 19:06:44 +0000</pubDate>
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		<description>Aus deinem Unterton ist heraus zu hören, dass du diese Reform für einen Fehler hälst. Aber was hat diese Reform mit schlechten Lehrern zu tun?
Nichts. Es sind zwei verschiedene Baustellen, die du hier vermengst. Ich gebe dir ja Recht, dass man bei der Lehrerbildung und -weiterbildung unbedingt etwas tun muss. Doch darum ist doch nicht automatisch die jetzige Reform schlecht.
Sie sorgt für mehr Chancengleichheit und neue Perspektiven. Und endlich passiert mal etwas im so verkrusteten deutschen Bildungssystem.
Aber: es muss eine Etappe sein. Nicht das Ende einer Reform.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus deinem Unterton ist heraus zu hören, dass du diese Reform für einen Fehler hälst. Aber was hat diese Reform mit schlechten Lehrern zu tun?<br />
Nichts. Es sind zwei verschiedene Baustellen, die du hier vermengst. Ich gebe dir ja Recht, dass man bei der Lehrerbildung und -weiterbildung unbedingt etwas tun muss. Doch darum ist doch nicht automatisch die jetzige Reform schlecht.<br />
Sie sorgt für mehr Chancengleichheit und neue Perspektiven. Und endlich passiert mal etwas im so verkrusteten deutschen Bildungssystem.<br />
Aber: es muss eine Etappe sein. Nicht das Ende einer Reform.</p>
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