Literatenmelu
Die Bildungsbloggerin über Literatur, Geschichte, Pädagogik und Schule 2.0
Gewinnspiel
Berliner Bär
“Komm gib mir deine Hand,” sagte er. – “Ich zeige dir meine Stadt.” Gehorsam reichte ich sie ihm. Dieser imposanten Gestalt, dem berühmten starken Berliner Bär. Hand in Hand gingen wir aus dem Zoo heraus. Er der Riese von Gestalt, ich der armselige mickrige Mensch.
Die Menschen wichen bei unserem Anblick zur Seite. Vor ihm dem berühmten Berliner Bären hatten sie keine Angst. Aber staunend fragten sie sich, wer da wohl an seiner Seite schritt. Ich war wohl in Berlin die unbekannteste Person.
Gemeinsam fuhren wir mit der U-Bahn bis zur Haltestelle Kurfürstendamm. “Diese Straße mit den vielen teuren Boutiquen und auch ganz normalen Geschäften musst du unbedingt sehen. Auch das KWD ist ein Muss.” erklärte er mir. Ich staunte über den vielen Luxus, der dort angeboten wurde. Die Scheine in meinem Geldbeutel bekamen richtig Angst. Sie wussten, wenn mich die Kauflust packen würde, würden sie nicht reichen.
“Jetzt zeige ich dir ein ganz anderes Berlin.” Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fuhren wir weiter nach Kreuzberg. Dort war es nicht mehr so üppig. Freundliche Menschen aller Rassen und Nationen boten ein buntes Bild. Ich glaubte in einem fernen Land zu sein.
“Übrigens gibt es hier auch ein Gruselkabinett” meinte mein Fremdenführer grinsend. “Ich meine aber nicht das von der Bundeskanzlerin Merkel.” Wir machten eine Stippvisite in das kleine Museum im ehemaligen Luftschutzbunker.
Weiter ging es dann mit der S-Bahn zur Station Brandenburger Tor. “Das hier ist Pflicht.” meinte er und zeigte mir das Brandenburger Tor. Imposant, geschichtsträchtig und fast übermächtig. Hier teilte sich Berlin in Ost und West. Wir durchstreiften das Regierungsviertel mit seinen futuristischen Glas- und Betonpalästen. “Hier sind viele Steuergelder verbuddelt, aber noch mehr Schulden gemacht worden.” erklärte er mir. “Nicht alles ist richtig verlaufen, vieles geht noch heute schief. Aber was soll´s. Mich hat keiner gefragt. Ich bin ja nur ein Bär.”
Rasch lief uns die Zeit davon. Noch ein kleiner Abstecher ins Nachtleben. Dann war es auch schon Zeit für das Nachtlager. Freundlich lud er mich in seine Wohnung im Zoo ein, wo ich dann mein Gästebett sofort aufsuchte. Nach der Stadtführung war ich doch sehr müde geworden. Vorher schenkte er mir noch eine Dose “Berliner Luft”. Dabei brummte er: “Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft…”
Diese Melodie ging mir nicht aus dem Kopf. Sie hatte sich dort eingenistet. Beim Versuch dabei mit den Füßen mit zu machen, stieß ich gegen die Bettbegrenzung und wachte jäh auf. Hatte ich nur geträumt? Nein, neben mir lag der Berliner Bär. Etwas kleiner und nicht so imposant. Da stand auch die Dose “Berliner Luft” auf dem Nachtisch. Deshalb danke Berliner Bär für dieses Erlebnis. Danke für dein Brummen: “Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft….”
eingereicht von Norbert Wittke
Berliner Persönlichkeit
Am Morgen des 09. Dezember 1921 erhielt ich einen Anruf von meinem langjährigen Freund Erich Groschuff der in meinem Freundeskreis als Groschi bekannt war. Dieses mal war der Anruf nicht so toll, denn er erzählte mir dass er schwer krank sei, und ich ihn mir mal anschauen solle. Da ich ihm als Arzt und gutem Freund dies nicht verwähren wollte, reiste ich sofort zu ihm. Ich fand ihn in einem Zustand vor, den ich mir in meinen schlimmsten Träumen nicht hätte ausmalen können. So etwas ist mir noch nie unter die Augen gekommen. Er hatte grüne angeschwollene Blasen am ganzen Körper aus denen gelbgrüner Eiter vermischt mit Blut strömend heraus lief. Ich fragte ihn in meinem Fassungslosen Zustand, wie er das den angestellt habe. "Mir ist ein Missgeschick passiert" antwortete Erik. "Was denn für ein Missgeschick" fragte ich ihn. "Ich habe eine neue Chemikalie entwickelt und bin damit blöderweise in Berührung gekommen, die Auswirkungen konnte ich nicht absehen, die Schmerzen sind unerträglich und...". Plötzlich hörte er auf zu sprechen. Ich sah ihn aufmerksam an, er regte sich nicht. Ich näherte mich ihm bis auf wenige Zentimeter und konnte nur noch seinen Tod feststellen. Es war der 09. Dezember 1921. Er schied als bekannter Chemiker aus dieser Welt.
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Abstimmung zum Gewinnspiel: Erlebnis mit einer Berliner Persönlichkeit – Literatenmelu
30.08.2011 10:49, Website[...] Gewinnspiel [...]
Norbert Wittke
01.11.2011 18:20Hallo, ich weiß nicht, was dieses angebliche Gewinnspiel sollte. Es ist wohl eine Verarsche. Auf meine Geschichte habe ich weder einen Eingang bei euch, noch irgendeine Reaktion erhalten. Haltet in Zukunft andere zum Narren. Norbert Wittke
Melanie
03.11.2011 15:16Hallo Herr Wittke,
Ihre Geschichte wurde doch hier auf der Seite veröffentlicht und sie ist für jeden einsehbar. Leider hatte dieser Wettbewerb nicht den gewünschten Erfolg, deshalb haben Sie und der andere Teilnehmer die zu verlosenden Preise gewonnen. Die Gutscheine von inBerlin habe ich Ihnen per Mail gesendet und wie ich soeben erfahren habe, hat auch 9flats Sie am 22.09. kontaktiert und Ihnen den Gutschein per Email gesendet. Ich verstehe jetzt nicht, warum Sie sich von mir hinters Licht geführt fühlen?