Die 15. Shell Jugendstudie

Die 15. Shell Jugendstudie befragte im Zeitraum von Januar 2006 bis Juni 2006 mehr als 2500 Jugendliche im Alter von 12-25 Jahren zu ihrer aktuellen Lebenssituation, ihren Glaubens- und Wertevorstellungen sowie zu ihrer Einstellung zur Politik.

Die Firma Shell in Deutschland führt seit 53 Jahren solche Erhebungen durch. Bei der diesjährigen Studie waren vor allem drei bekannte Forscher – Professor Dr. Klaus Hurrelmann, Professor Dr. Mathias Albert und Ulrich Schneekloth – aus den Bereichen Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften beteiligt.

Die Ergebnisse der Studie seien hier kurz skizziert. Wer sich für detaillierte Ergebnisse interessiert, kann die 15. Shell Jugendstudie unter www.fischer-tb.de zu einem erschwinglichen Betrag erwerben.

Die Forscher kommen zu folgendem Fazit: Die heutige junge Generation stellt sich mit einem ausgesprochenem pragmatischen Zugang den Herausforderungen in unserer Gesellschaft. Sie ist geprägt durch Leistungsbereitschaft, Engagement und Konfrontation mit konkreten und naheliegenden Problemen.

Die Shell Jugendstudie belegt, dass die Heranwachsenden mit gemischten Gefühlen ihre Zukunftsperspektive einschätzen, jedoch bleibt der Grundtenor positiv. Viele Jugendliche haben erkannt, dass sie sich anstrengen müssen, damit sie einer gesicherten beruflichen Karriere entgegensteuern können. Um dies verwirklichen zu können, ist für 72% der Befragten die Familie ein sehr wichtiger Stützpfeiler geworden.

Das politische Bewusstsein ist im Gegensatz zu den anderen Studien leicht angestiegen, aber dennoch ist das Interesse der Jugendlichen im Alter von 15-24 Jahren sehr gering. Eine Erklärung hierfür ist, dass die Politik für die Jugendlichen keinen eindeutigen Bezugspunkt darstellt, an dem man sich orientiert, persönliche Identität gewinnt oder sich auch selber darstellen kann.

Obwohl die Befragten ein eher geringes politisches Interesse aufweisen, belegt die Befragung, dass die Jugendlichen in ihrer Grundeinstellung zur Gesellschaft tolerant eingestellt sind. Sie akzeptieren die Pluralität der Nationalitäten und der Religionen.

Zieht man eine generalisierende Bilanz, so kann gesagt werden, dass die junge Generation alle Erwartungen der Gesellschaft nach Verantwortungsgefühl, Leistungsbereitschaft und Familiensinn erfüllt.

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