Bock auf Lernen

Ein munterer Abgesang auf sieben Lehr-Lern-Illusionen. Natürlich kann man die Dinge nehmen, wie sie kommen. Man kann sie aber auch hinterfragen: Erwerben Kinder und Jugendliche an der Schule tatsächlich Kompetenzen, die ihnen auch außerhalb nützlich sind? Eine Illusion, sagt Andreas Müller.

Der Autor zeigt in seinem neuen Buch Bock auf Lernen Lehr-Lern-Illusionen auf, an denen die Schule krampfhaft festhält. Und er erklärt, was getan werden kann, damit die Schüler echt Bock auf Lernen bekommen und es nicht illusorisch bleibt, dass sie an der Schule fürs Leben lernen.

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.

Oft wird diese Spruch an unsere Kinder herangetragen –  effektiv bewirken Zensuren und Prüfungen dennoch, dass sich Schüler*innen mit Erwartungsdruck konfrontiert sehen und die Lust am Lernen verlieren.

Inhalt

Andreas Müller konstatiert in „Bock auf Lernen“, dass die Zeit in Lehrinstitutionen vertan wird. Er identifiziert jedoch nicht nur Missstände, sondern zeigt auch Lösungen auf, um das Lernen zu verbessern.

Seine Abrechnung mit den gängigen schulischen Mustern  vollführt der Autor anhand von sieben Lehr-Lern-Illusionen. Er macht dem Leser unter anderem bewusst, dass Kinder eben nicht in die Schule kommen, um sich etwas anzueignen oder dass Lehrer nicht dafür da sind, um den Schüler*innen etwas beizubringen.

Diese Aufräumaktion untermauert der Bildungsfachmann mit vielen einsichtigen Argumenten und plausiblen Beispielen.

Andreas Müller

Andreas Müller (1950–2018) schlug nach einigen Jahren der Lehrtätigkeit an einer Handelsschule und einem Studiengang in angewandter Psychologie (Berufsberatung) eine journalistische Laufbahn ein. Danach zog es ihn wieder zurück in den Bildungsbereich. Er erwarb das Institut Beatenberg und baute es zusammen mit seinem Team zu einer der innovativsten Modellschulen auf. Zudem war er Leiter der Learning Factory, einer Organisation zur Unterstützung von Kompetenz- und Qualitätsentwicklungsprozessen in Bildungsinstitutionen. Andreas Müller plädierte für eine «Freude am Lernen, die ein Leben lang anhält.» Und das galt auch für ihn. Die Erkenntnisse seiner intensiven praktischen und theoretischen Auseinandersetzung mit den relevanten Fragen des Lernens in einer sich rasant verändernden Gesellschaft finden sich in mehreren seiner Fachbücher und weiteren Publikationen.

Fazit

Humorvoll und anschaulich beschreibt Müller, wie mit einfachen Modellen die Lust aufs Lernen geweckt werden kann. Der Autor propagiert eine Strategie des Anpackens, damit die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte und endlich eine Umgebung entsteht, die es lohnend macht, sich anzustrengen. Andreas Müller plädiert für eine „Freude am Lernen, die ein Leben lang anhält.“ Er spricht gezielt Lehrkräfte, Bildungsfachpersonen sowie Eltern an und zeigt auf, wie Schüler*innen wieder Bock aufs Lernen bekommen.

 

 

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