Mit Bettermarks besser in Mathematik

Wenn man sich einmal bei den Schülern umhört, welches Schulfach die meisten Bauchschmerzen bereitet, dann bekommt man meistens nur eine Antwort: Mathematik. Manchmal ist es einfach schwer hinter die Geheimnisse von Algebra, Trigonometrie und Geometrie zu steigen. Doch nun gibt es eine Lösung.

Am Freitag Nachmittag hatte ich das Vergnügen mich mit Christophe Spéroni über die Lernplattform Bettermarks zu unterhalten. Mit seinen Mitgründern Arndt Kwiatkowski und Marianne Voigt und dem 40-köpfigen Team hat Christophe, verantwortlich für das Produktmanagement, eine innovative Mathe-Lernplattform auf die Beine gestellt.

Bettermarks lässt sich vielseitig einsetzen. Zum Einen können sich Eltern und ihre Kinder anmelden und zum Anderen ist es möglich, die Plattform sehr einfach in den Unterricht zu integrieren.  Schulen können bettermarks generell kostenlos nutzen und bis Juli 2010 ist das Lernsystem für den Privatgebrauch kostenlos.

Als Mathelehrer kann man individuell für jede Klasse themenspezifisch Kurse anlegen. Die Aufgaben können dann im Unterricht oder als Hausaufgabe von den Schülern gelöst werden. Im Anschluss sieht der Lehrer recht schnell wo die individuellen Schwächen der Schüler sind und kann so gezielt weitere Aufgaben stellen. Hier ein kurzer Einblick:

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Die Namen sind alle frei erfunden.

Aktuell bietet Bettermarks den Stoff der Klassen 4-6 an. Speziell liegt der Fokus beim Bruchrechnen, welches vielen Schülern große Probleme bereitet. Wie eine Lösungsstrategie bei der Lernplattform aussieht, könnt ihr hier sehen:

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An diesem Beispiel wird deutlich, dass die Schüler selbstständig an den Aufgaben knobeln können, denn wenn sie einmal nicht weiter wissen, dann gibt Betty (links unten im Bild) hilfreiche Tipps oder erklärt den Rechenweg. Doch nicht nur für die Kinder ist dies hilfreich. Auch Eltern, die schon lange aus der Schule raus sind und ihren Kindern bei den Aufgaben helfen wollen, können mit diesem Hilfsangebot recht schnell in den Stoff hineinfinden. Zusätzlich können die Eltern sehen, wo die Defizite ihres Kindes sind. Beeindruckend fand ich, dass die Plattform das Leistungsprofil des Lernenden erkennt und entsprechende Aufgaben bereitstellt.

Was Eltern und Lehrer noch alles mit Bettermarks erleben können, seht ihr im Interview mit Christophe.

Interview mit Christophe Spéroni zu bettermarks from Melanie Unbekannt on Vimeo.

Ab November 2009 ist bettermarks für jeden frei zugänglich. Wer also ein Kind im Grundschulalter hat, welches im Fach Mathematik Defizite aufweist, sollte sich diese Plattform einmal ansehen. Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres soll der Mathestoff der Klassen 4-6 vollständig zur Verfügung stehen.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Christophe, der mir alle Fragen sehr aufgeschlossen beantwortet hat und wünsche dem Unternehmen viel Erfolg. Ich bin gespannt, ob nicht bald Mathematik das Lieblingsfach der Schüler sein wird.

Montag, 28. September 2009
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11 Reaktionen

  • Nadi

    28.09.2009 22:03

    Cool, echt gut geworden!

  • Norman

    28.09.2009 23:51

    Gutes Interview! Ich bin echt gespannt wie bettermarks sich entwickelt und ob es das hält was es verspricht.

  • Sebastian Wehner

    29.09.2009 01:54

    Klasse Interview! Habe gerade deine Twitter-Nachricht im StudiVz-Buschfunk gelesen und mir gleich das Video angeschaut. Vielleicht kann ich mal als Mathelehrer darauf zurückgreifen.

  • Interview mit Chris von bettermarks « Mathe im Alltag

    29.09.2009 11:31, Website

    […] Melanie von http://www.literatenmelu.de hat mit Chris Speróni ein Interview über bettermarks geführt. […]

  • Christophe Spéroni

    29.09.2009 11:42, Website

    Vielen Dank, Melanie, dass Du bettermarks so ausführlich vorgestellt hast!

  • Henning

    29.09.2009 15:45, Website

    Prima geworden!

    Viele Grüße vom meineNachbarschafts-Team!

  • Lisa Rosa

    15.10.2009 22:01, Website

    Hm. „Das Matheproblem“ ist ja kein Problem fehlenden Trainings, das durch mehr Aufgaben oder mehr Übungen gelöst werden könnte. Das Matheproblem ist ein Verständnisproblem. In unseren Schulen wird nicht „mathematisch denken“ gelehrt, sondern Aufgaben nach vorgegebnem Lösungsmodell lösen. Oft wird dabei weder die Aufgabe und ihr Sinn, noch das Lösungsmodell verstanden. Ob Bettermarks dieses Problem lösen kann?

  • Christophe Spéroni

    19.10.2009 00:21, Website

    Hallo Lisa Rosa!

    Zunächst einmal sind wir schon sehr froh, wenn Schüler es mit bettermarks schaffen, „vorgegebene“ Lösungswege anzuwenden. Das ist leider nicht immer selbstverständlich (siehe auch Diskussion auf Facebook: http://www.facebook.com/topic.php?uid=51002917243&topic=10771).

    Bei bettermarks gibt es einen Übungsmodus, der die Schüler durch die Übungen führt, Feedback gibt und Erklärungen zu jedem Rechenschritt anbietet. Das System erkennt Schwächen und steuert wiederum Übungen zu, die dem Schüler helfen, sich zu verbessern.

    Unser Ziel ist es natürlich auch, Verständnis zu schaffen und die Schüler anzuhalten, Aufgaben eigenständig zu lösen. Im Übungsmodus werden Problemstellungen vielseitig betrachtet, so dass ein Erkenntnisgewinn möglich ist. Ergebnisse werden interpretiert und dargestellt („So sieht der Schnittpunkt, den Du gerade berechnest hast, im Koordinatensystem aus“) und es gibt auch „freie“ Übungen und Anregungen zur Exploration, die nicht zwingend am PC bearbeitet werden müssen.

    Im Testmodus müssen die Schüler wiederum Aufgaben komplett ohne Hilfe bearbeiten und das Erlernte und Geübte anwenden.
    Und selbst wenn bei manchen Schülern, es beim Arbeiten mit bettermarks nicht „Klick“ machen sollte, so schafft das System mehr Freiräume für Lehrkräfte. Auf Knopfdruck bekommt der Lehrer einen Überblick über den Leistungsstand der Klasse und jedes Schülers. Er kann seinen Unterricht individueller und zielgerichteter gestalten und hat auch mehr Zeit, das „mathematische denken“ stärker zu fördern.

    Viele Grüße aus Berlin,
    Christophe Spéroni

  • scheppler

    20.10.2009 15:26, Website

    Ich glaube, was Lisa Rosa andeuten wollte, ist, dass Lernen in den allermeisten Fällen ein sozialer Prozess ist. Ich frage mich, ob bei bettermarks jeder Schüler isoliert lernt oder ob es Möglichkeiten gibt, gemeinsam also sozial eingebettet zu lernen.
    Im Video stolpere ich über das Erreichenwollen von zig Millionen Schülern und andererseits der individuellen Unterstützung einzelner Lehrer. Das sind ja recht unterschiedliche Ansätze. Gibt es schon Feedback von diesen 100 Schulklassen?

  • Christophe Spéroni

    20.10.2009 17:48

    Hallo scheppler!

    Selbstverständlich ist Lernen auch ein sozialer Prozess. Den kann und soll bettermarks auch nicht ersetzen. Bettermarks ist ein modernes und zeitgemäßes Lehrmittel, das den Lehrern hilft, ihren Unterricht zielgerichter und individueller auszurichten.

    Feedback bekommen wir natürlich auch schon. Bisher zum Glück sehr positives. Es gibt aber auch Lehrer, die sich noch mehr Themen und weitere Funktionen wünschen. Da arbeiten wir mit Hochdruck dran.

    Die Ergebnisse der Studie (http://de.bettermarks.com/wissenschaftliche-studie.html) gibt es voraussichtlich Mitte/Ende Dezember.

  • Vincenzo

    09.03.2016 10:50

    Ich bin ein schüler und kamm eigentlich immer gut mit mathe klar doch bettermarks zerstört mein verständnis mit denn aufgaben ich seh dauert ein hin und her mit denn themen aber verstehen tuh ich erst wen es erklärt wurde.

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