Leon und Jelena – Für Engagement und Demokratie

Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit – auf diesen Werten beruht ein gutes und solidarisches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Überzeugung. Unsere Demokratie muss jeden Tag neu mit Leben gefüllt werden. Sie braucht Menschen, die demokratische Kultur leben, sie erhalten und gestalten.

Vielfalt der Gesellschaft

Ebenfalls dazu gehört die Thematik der Diversity. Diversity zielt auf die Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen unabhängig von ihrer sozialen, ethnischen Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung, ihrem Lebensalter, ihrer physischen oder psychischen Fähigkeiten oder anderer Merkmale.

Dabei geht es nicht nur um die Unterschiede von Menschen und ihren Lebensentwürfen, sondern immer auch um die Entdeckung von Gemeinsamkeiten.

Für Engagement und Demokratie

Die Bertelsmann Stiftung hat vor mehr als zehn Jahren das Projekt jungbewegt – Für Engagement und Demokratie. mit Unterstützung von Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis entwickelt.

Ziel ist die Förderung des sozialen Engagements, der politischen Partizipation und Demokratiebildung. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Kindern und Jugendlichen, weil wesentliche Wert- und Handlungsorientierungen in jungen Jahren erworben werden.

Vor diesem Hintergrund ist die Reihe Leon und Jelena. Geschichten vom Mitbestimmen und Mitmachen im Kindergarten entstanden.  Ich möchte euch heute folgende Geschichten vorstellen:

  • Die Matschhose muss weg
  • Ein Platz zum Frühstücken
  • Jelena im Kinderparlament
  • Eine Kinderkonferenz für die Schule

Die Anregung zu gesellschaftlichem Engagement ist durchaus schon im Kindergartenalter möglich. In der Kita leben Leon und Jelena aktiv Mitbestimmung, Toleranz und Demokratie.

Die Matschhose muss weg

Leon versteckt seine Matschhose und behauptet diese nicht zu finden. Trotz des schlechten Wetters darf er ausnahmsweise ohne Matschhose spielen. Als seine Erzieherin Anja die Matschhose unter der Garderobe entdeckt und Leon zur Rede stellt, beschweren sich auch andere Kinder, dass sie in Matschhosen nicht richtig Fußball spielen können. Was dann in der Kinderkonferenz beschlossen wird, das dürft ihr in der Geschichte selbst herausfinden.

Ein Platz zum Frühstücken

In dieser Geschichte setzen sich Leon und Jelena dafür ein, dass die Kinder den ganzen Vormittag Frühstück bekommen und nicht nur zu einer bestimmten Zeit essen. Wie sie das regeln, könnt ihr in der Geschichte erleben.

Jelena im Kinderparlament

In der Kita von Leon und Jelena wurde ein Kinderparlament eingerichtet. Es soll Gruppensprecher geben, die in einer Wahl, mit Plakaten für die Kandidaten, gewählt werden. Wer es ins Kinderparlament schafft… das verrät diesmal schon der Titel, aber was Jelena alles erlebt, könnt ihr in der Geschichte nachlesen.

Eine Kinderkonferenz für die Schule

Metin und Pola gehen schon in die Schule. Als sie Leon im Kindergarten besuchen, wundern sie sich, dass die Kinder in den großen Schlossschuhen auf dem Flur schliddern dürfen. In der Schule dürfen sie nämlich nicht mal auf Socken rutschen, weil die Lehrerin das gefährlich findet. Leon schlägt den Schulkindern vor, im Kinderparlament zu sagen, dass sie aufpassen könnten. Doch in der Schule gibt es gar kein Kinderparlament. Als die Kinder der blauen Gruppe, die im Sommer zur Schule kommen, die Klasse von Metin und Pola besuchen, fragen sie, warum das so ist. Und weil die Lehrerin Frau Feinstein nicht weiß, was ein Kinderparlament ist, laden sie sie ein, an der Kinderkonferenz in der blauen Gruppe teilzunehmen. Pola und Metin berichten kurz darauf, dass sie jetzt auch in der Schule eine Kinderkonferenz haben. Die heißt Klassenrat.

Über die Autoren

Raingard Knauer und Rüdiger Hansen und forschen beide zu frühkindlicher Bildung. Raingard Knauer ist seit 1996 Professorin für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Erziehung und Bildung im Kindesalter an der Fachhochschule Kiel. Dort leitet sie den Studiengang Erziehung und Bildung im Kindesalter.

Rüdiger Hansen leitete mehrere Modellprojekte zum Thema Partizipation in Kindertageseinrichtungen. Er gilt als ausgewiesener Experte für die Themen Partizipation und Beteiligung von Kindern an Entscheidungsprozessen in Kindertageseinrichtungen.

Fazit

Kinder sind neugierig: Sie wollen wissen, wie die Welt funktioniert. Sie wollen mitgestalten. Wenn sie im Kita-Alltag gefordert sind, Probleme selbstständig zu lösen, dann lernen schon Zwei- bis Sechsjährige etwas über Partizipation und gesellschaftliches Engagement. Also vielleicht regt euch ja die ein oder andere Geschichte an. Meldet euch gern, ich kann euch auch das ein oder andere Heft ausleihen.

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